TV Geislar 1925 e.V.

Die ersten 75 Jahre Vereinsgeschichte

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75 Jahre sind seit der Gründung des Turn- Vereins Geislar vergangen. Ist es ein Grund zum Jubeln oder soll es auch eine Stunde der Besinnung und des Nachdenkens sein?

 

 

Die ersten 50 Jahre

Besonders die Älteren sollten doch einmal diese fünf Jahrzehnte an ihren Augen vorbeiziehen lassen. Es ist ja nicht nur die Geschichte des Vereins, sondern auch ein Stück Dorfgeschichte. Denn das Dorf war, ist und bleibt doch immer mit dem Turnverein verbunden. Nur wo war es möglich, dass unser Ort mit der Zeit den so stolzen Titel "Das Handballdorf Geislar" in der näheren und weiteren Umgebung erhielt. Möge diese Geschichte unserer Jugend zum Vorbild und Ansporn dienen. Die Kriegswunden des 1.Weltkrieges und die Inflation waren auch hier einigermaßen überstanden und schon setzten sich einige beherzte und sportlich begeisterte Männer am 2. Weihnachtstag 1924 in der ehemaligen Gaststätte Muders zusammen, um für die Jugend des Dorfes, aber auch für die älteren Bewohner, einen Turnverein ins Leben zu rufen. Es waren folgende Männer, denen der Wunsch schon bald in Erfüllung gehen sollte:

  1. Heinrich Alfter
  2. Heinrich Bärhausen
  3. Bertram Bäumchen
  4. Theo Brenner
  5. Mathias Brenner
  6. Toni Brenner
  7. Peter Bäumchen
  8. Peter Broich
  9. Peter Bungarts
  10. Gerhard Bücher
  11. Adolf Froitzheim
  12. Willi Hergarten
  13. Peter Holtorf
  14. Georg Hölzer
  15. Johann Lennarz
  16. Phillip Mackewitz
  17. Fritz Mehling
  18. Mathias Miebach
  19. Peter Miebach
  20. Josef Minz
  21. Josef Möseler
  22. Wilhelm Muders
  23. Peter Schild
  24. Fritz Steinfeld
  25. Peter Vollmar


Schon im Sommer 1925 wurde eine Gründerversammlung einberufen und weitere Mitglieder hierbei geworben. Am Schluss gaben die ersten 49 Mitglieder dem Verein den Namen "TV Geislar 1925".

Bei der Wahl des ersten Vorstandes wurde das Vertrauen folgenden Männern ausgesprochen:

1. Vorsitzender Wilhelm Hergarten
    Schriftführer Franz Meting
    KassiererPeter Broich
1. Beisitzer Theo Brenner
2. Beisitzer Bertram Bäumchen
   Turnwart Wilhelm Hergarten

In den ersten Jahren des Bestehens trat der Verein nur turnerisch an die Öffentlichkeit. Hierzu verhalf an erster Stelle der Vereinswirt Muders, der dem Sport und der Jugend sehr aufge-schlossen gegenüber stand und seinen Saal zu Übungszwecken den Turnern zur Verfügung stellte.

Doch was ist ein Verein ohne Vereinsfahne? Der Wunsch war groß, aber wer sollte diese bezahlen. Es dauerte noch bis zum April 1928,ehe die erste lang ersehnte Vereinsfahne unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und den befreundeten Vereinen eingeweiht werden konnte.

Da inzwischen auch die Jugend in immer größerer Zahl dem Verein beitrat, war es nur noch eine Frage der Zeit, dass auch hier - mit dem Vormarsch des Handballsports in unserem Gebiet - eine Handballmannschaft aufgestellt wurde. Dies geschah im Jahre 1929. Aber wo sollte man spielen? In Geislar war keine Gelegen-heit vorhanden und nur durch das Entgegenkommen der DJK die einen Sportplatz zwischen Geislar und Meindorf besaß, konnten dort die ersten Spiele ausgetragen werden.

Die, für den Handballsport wohl wichtigste Frage, nach einem Sportplatz, ließ den Verantwortlichen des Vereins keine Ruhe. Doch auch hier wusste der Vereinswirt Muders wieder Rat und Hilfe. Mit noch zwei Geislarer Bürgern stellten sie hinter dem Vereinslokal ihr Ackerland zur Verfügung. Hier begannen nun die Spieler und Mitglieder in ihrer Freizeit, ohne finanzielle Mittel und ohne fremde Hilfe, dieses Ackerland zu einem Sportplatz herzurichten.

Am 12. Juli 1931 wurde der Sportplatz eingeweiht

 

Durch Trainingsfleiß, Kameradschaft, Einsatz- und Siegeswillen, konnte der Erfolg nicht ausbleiben. In den Jahren 1934 und 1936 konnte die Mannschaft bereits die Kreismeisterschaft erringen. Schon nach kurzer Zeit konnte eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft aufgestellt werden, die bis zu Beginn des 2.Weltkrieges ebenfalls sehr gute Leistungen auf dem grünen Rasen zeigten. Bis 1942 wurde der Spielbetrieb notdürftig aufrechterhalten. Was in 15jähriger mühseliger Arbeit aufgebaut wurde, war vorerst zu Ende. Nach Beendigung des Krieges hatte der Verein 10 gefallene-, 4 vermisste- und 4 verstorbenen Mitglieder zu beklagen.

Trotz der schweren Schicksalsschläge, die der deutsche Sport und auch der Turnverein infolge des Krieges hinnehmen musste, begannen schon im Oktober 1945 die ersten heimkehrenden Kameraden unter den schwierigen Verhältnissen mit dem Wieder-aufbau des Vereins. Wie bei der Gründung stand der Verein wieder ohne Sportplatz da. Auch hier wurde ein Ausweg gefunden. Zu dieser Zeit hatten die englischen Besatzungssoldaten an der Burg Lede am Ortseingang auf einer Weide einen Sportplatz herge-richtet und spielten dort Fußball. Nach Verhandlungen mit dem Kommandeur der Einheit erhielt man von diesem die Erlaubnis, den Platz für die Spiele zu benutzen. Als die Engländer abzogen, wurde der Platz vom Eigentümer wieder als Weide benutzt. Man stand wieder einmal am Anfang.

 

Erneut war es der alte, verdienstvolle Vereinswirt Muders, der seinen Acker hinter dem Vereinslokal zur Verfügung stellte. Das Gelände wurde wieder als Sportplatz hergerichtet. Sportplatz war in diesem Falle wohl etwas zu viel gesagt, denn als "Mudesacker" wurde er im ganzen Kreisgebiet nicht gerade angenehm bekannt. Aber es blieb ja auch nur eine Notlösung.

Zwischen Geislar und Vilich-Müldorf lag an der Bahn eine ehe-malige Kiesgrube der Bundesbahn. Nach Verhandlungen mit der Bahn wurde dieses "Loch" in Pacht genommen. Aber auch hier musste zuerst wieder alles behelfsmäßig instandgesetzt werden, um den Spielbetrieb aufnehmen zu können.

Einen Vorteil hatte der Platz aber doch. Die Zuschauer konnten rundherum von den "Rängen" die Spielen von oben betrachten. Auch hier hatte der Volksmund in Handballkreisen wieder schnell einen Namen für den Platz zur Hand. Im "Geislarer Loch" wurde mancher Mannschaft das Leben schwer gemacht und viele Siege errungen.

Als Chronist und ehemaliger aktiver Spieler der 1. Mannschaft möchte ich behaupten, dass die Spieljahre im "Geislarer Loch" mit zu den schönsten und spannendsten gehörten, wenn auch die ganz großen Erfolge auf dem neuen Sportplatz erzielt wurden. Wer sich heute noch von den Alten' an diese Zeit erinnert, mit welcher Freude und Idealismus die Spieler, aber auch die Zuschauer, bei der Sache waren, ganz gleich, ob man mit dem Fahrrad nach Troisdorf, Siegburg oder Godesberg fahren musste, dem wird heute noch das Herz vor Freude aufgehen.

Dem Großkampftag gegen den Turnerkreis Nippes (Oberliga) zum Beispiel – man lese und staune - folgten 600 Zuschauer von den Rängen mit Begeisterung.

 

Dann kam der erste denkwürdige Tag für den Verein. Unter großer Beteiligung des Dorfes, wie auch der Handball- und Turnerfreunde aus nah und fern, feierte der Verein 1950 das 25jährige Jubiläum.

8 Tage lang stand Geislar Kopf. Eine Veranstaltung löste die andere täglich ab. Der Verein hatte keine Mühe und Arbeit gescheut, um dieses Fest im Zeichen echten Turnergeistes würdig zu begehen.

Ein großes Handballturnier mit Ausscheidungskämpfen fand die ganze Woche über statt. Samstags war der große Festball im dicht besetzten Saale Muders.

Anschließend begann ein großer Turngeräte-Wettkampf, der die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Natürlich wurde dann noch bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen.

Am morgen fand ein Gottesdienst zu Ehren der Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen des Vereins statt. Im Vereinslokal wurde anschließend eine Ehrentafel mit den Namen der Toten und Vermissten enthüllt.

Die Feier wurde verschönt durch den Männergesangverein Geislar, das Tambourkorps Rheinperle, die Kapelle Bücher sowie die Schüler- und Männer Turnerriege des Vereins, die hierbei zum ersten Male nach dem Kriege wieder an die Öffentlichkeit traten.

Im Anschluss an den großen Festzug nachmittags zum Sport-platz, dort fanden die Endspiele statt, begann abends im über-füllten Saale Muders der Abschlussball mit Siegerehrung.

Den Pokal errang der Polizeisportverein Bonn im Endspiel gegen den VfL Poppeldorf. Der mehrmalige Deutsche Kunstradmeister Edi Grommes aus Bonn erfreute die Anwesenden mit einigen Darbietungen.

Es war ein wohlgelungenes Fest der Freude und alle Mühe, Sorgen und Arbeit der Verantwortlichen in den letzten Wochen und Monaten waren vergessen.

Auch heute gelten die Worte des damaligen Handballobmannes Hanno Schatz:

"Seid nicht kleinlich und schaut auf das, was geschaffen worden ist und helft mit, dass es beim nächsten Male noch besser und schöner wird, zum Wohle und Ansporn für unsere Jugend."

 

Da die Zahl der Mitglieder laufend stieg und mittlerweile 4 aktive Handballmannschaften und 2 Turnerriegen bestanden, begann der damalige Geschäftsführer Josef Schumacher schon einige Wochen nach dem Stiftungsfest, Verhandlungen mit der Gemeinde Beuel, dem Regierungspräsidenten und dem Deutschen Sportbund. Es ging erneut um die Gestaltung eines neuen und größeren Sport-platzes, da beim besten Willen der Spielbetrieb im "Loch" an der Bahn nicht mehr durchgeführt werden konnte. Durch zähe Verhandlungen des Geschäftsführers Josef Schumacher und des Vorsitzenden Jakob Maagh, aber auch durch die immer wieder erscheinenden und aufrüttelnden Berichte in der Presse durch Hanno Schatz, brachten dann Anfang 1951 den ersten Erfolg.

Am Grünen Weg stellte die Gemeinde Beuel dem Verein ein günstiges Gelände zur Verfügung. Von den Spielern und Inaktiven wurde in wochen- und monatelanger Arbeit mit großem Idealismus Abend für Abend gearbeitet, um das Sportgelände herzurichten. Eine große Hilfe erhielt der Verein hierbei durch den Geislarer Landwirt Johann Heinrich Schütz und Jugendwart des Vereins, Paul Krieger, die kostenlos durch Arbeit sowie Gestellung von Pferden und Geräten großen Anteil am Gelingen dieser Arbeit hatten.

Am 14. Oktober 1951 war es dann soweit. Handballer, Turner, die Bevölkerung und viele befreundete Vereine hatten sich zur Einweihung des Platzes eingefunden. Nach der Einsegnung durch Pfarrer Dr.Dr. Molitor wurde mit Handballspielen der 5 Mann-schaften die Einweihung begangen und mit einem großen Festball im Saale Muders- Schumacher und großer Beteiligung der Bevölkerung zum Abschluss gebracht.

 

Jetzt konnte endlich auch ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb stattfinden. Bereits sechs Mannschaften meldete der TV Geislar und stand damit zahlenmäßig an der Spitze des Kreises Bonn.

1957 schlossen die älteren aktiven Spieler sich in einer Alt-herrenmannschaft zusammen, um mit befreundeten Vereinen Freundschaftsspiele auszutragen und um auch an Alterherrenturnieren teilzunehmen.

Inzwischen hatte man mit der ehemaligen Stadt Beuel Verhand-lungen begonnen, um auf dem neuen Sportplatz Dusch- und Umkleidekabinen zu bauen.

Seit 1962 wurde an zwei Tagen im August auf dem Sportplatz ein Großfeld-Handball-Turnier ausgetragen. Ab 1965 wurde das Turnier im Gedenken an Hans Preute (ein mit 23 Jahren viel zu früh verstorbenes, talentiertes Geislarer Handballtalent) als "Hans Preute Turnier" ausgetragen. Aus diesem Turnier entwickelte sich dann die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte "Geislarer Sportwoche".

Aber die Zeit blieb nicht stehen. Der Spielbetrieb ging weiter. Die zurückgestellten Verhandlungen mit der Stadt Beuel bezüglich des Baues von Umkleidekabinen konnten endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Mitte 1965 wurde der Startschuss zum Beginn der Arbeiten gegeben. 1966 konnten dann zur großen Freude des Turnvereins die neuen Dusch- und Umkleidekabinen ihrer Bestimmung übergeben werden.

Die Spielstärke unserer A-Jugend wurde über den Handbal-verband Mittelrhein hinaus bekannt, so dass jährlich Einladungen zu hervorragend besetzten Turnier um den, "Steinernen Handball" in Mayen erfolgten. Nach einem 3. bzw. 4. Platz konnte 1963 erstmalig und bisher einmal der Turniersieg und somit der "Steinerne Jugendhandball" mit nach Geislar genommen werden. Väter dieses Erfolges waren der damalige Jugendleiter Klaus Waffenschmidt und der Trainer Peter Kraus.

1970 hielt die Emanzipation Einzug im TV Geislar. Erstmalig konnte eine Damenmannschaft zur Handballmeisterschaft angemeldet werden.

1971 erreichte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Feldhandball-Landesliga. Dieser Erfolg war nicht zuletzt auf die erfolgreiche Arbeit unseres beliebten Trainers Josef Schneider zurückzuführen. Aufgrund von nachlassendem Interesse am Feldhandball wurde nach 1973 auch auf Kreisebene festgelegt, dass in Zukunft kein Feldhandball mehr ausgetragen werden soll, somit war unserem Verein das Feldhandballspiel genommen.

Aber auch die Förderung des Breitensports stand beim Turn-verein Geislar immer vorne an. Zum Beweis hierfür sei nachfolgend die sportliche Palette aufgeführt. 1975 spielten: Drei aktive Seniorenmannschaften, eine Altherrenmannschaft, eine Frauen-mannschaft, eine Mädchenmannschaft und vier Jugendmann-schaften. Außerdem wurden in der am 01.06.1973 neu gegründeten Turnabteilung eine Damengymnastikgruppe für jüngere - und eine Damengymnastikgruppe für ältere Mitglieder betreut.

Durch Ausbildung von Mitgliedern zu Übungsleitern bzw. Übungsleiterinnen war es allwöchentlich möglich, damals 200 Aktive sportlich zu beschäftigen.

Um den Breitensport weiter auszubauen und um auch ausscheidenden aktiven Sportlern weiterhin die Möglichkeit zu erhalten, fit zu bleiben, sind von der Vereinsführung Verhand-lungen mit der Stadt Bonn aufgenommen worden, um geeignetes Gelände zum Bau von drei Tennisplätzen anzupachten. Doch dazu später.

Im Verein wurde immer großer Wert auf das Gesellschaftsleben gelegt. Inaktive und aktive Mitglieder wollen auch gesellschaftlich zusammenkommen. Veranstaltungen, die der Geselligkeit dienten, waren bei allen sehr beliebt (Die Kappensitzungen des TV Geislar, zum Beispiel, werden wohl immer unvergessen bleiben). Das zeigten die immer gut besuchten Veranstaltungen.

Die siebziger Jahre waren dann die großen Jahre der Veränderung. In diese Zeit fallen die Gründungen der Turnabteilung, der Tischtennisabteilung und der Tennisabteilung. Mit dem Handballsport alleine konnte der Verein zwar gut leben, aber die Aktivitäten sollten auf ein breiteres Fundament gestellt werden.

Den Reigen der Abteilungsneugründungen eröffnete am 01. Juni 1973 die Abteilung Turnen. Begonnen wurde mit einer Damen-gymnastikgruppe unter der Leitung von Hedi Nöthen. In 1974 konnte Gerda Behr als Übungsleiterin für das Kinderturnen gewonnen werden. Die Übungsstunden fanden immer in der Sporthalle der Anne Frank Hauptschule in Vilich statt. Später wurde das Angebot dann noch um "Mutter und Kindturnen" und um eine gemischte Senioren-Gymnastikgruppe erweitert.

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75 Jahre sind seit der Gründung des Turn- Vereins Geislar vergangen. Ist es ein Grund zum Jubeln oder soll es auch eine Stunde der Besinnung und des Nachdenkens sein?

 

 

Die ersten 50 Jahre

Besonders die Älteren sollten doch einmal diese fünf Jahrzehnte an ihren Augen vorbeiziehen lassen. Es ist ja nicht nur die Geschichte des Vereins, sondern auch ein Stück Dorfgeschichte. Denn das Dorf war, ist und bleibt doch immer mit dem Turnverein verbunden. Nur wo war es möglich, dass unser Ort mit der Zeit den so stolzen Titel "Das Handballdorf Geislar" in der näheren und weiteren Umgebung erhielt. Möge diese Geschichte unserer Jugend zum Vorbild und Ansporn dienen. Die Kriegswunden des 1.Weltkrieges und die Inflation waren auch hier einigermaßen überstanden und schon setzten sich einige beherzte und sportlich begeisterte Männer am 2. Weihnachtstag 1924 in der ehemaligen Gaststätte Muders zusammen, um für die Jugend des Dorfes, aber auch für die älteren Bewohner, einen Turnverein ins Leben zu rufen. Es waren folgende Männer, denen der Wunsch schon bald in Erfüllung gehen sollte:

  1. Heinrich Alfter
  2. Heinrich Bärhausen
  3. Bertram Bäumchen
  4. Theo Brenner
  5. Mathias Brenner
  6. Toni Brenner
  7. Peter Bäumchen
  8. Peter Broich
  9. Peter Bungarts
  10. Gerhard Bücher
  11. Adolf Froitzheim
  12. Willi Hergarten
  13. Peter Holtorf
  14. Georg Hölzer
  15. Johann Lennarz
  16. Phillip Mackewitz
  17. Fritz Mehling
  18. Mathias Miebach
  19. Peter Miebach
  20. Josef Minz
  21. Josef Möseler
  22. Wilhelm Muders
  23. Peter Schild
  24. Fritz Steinfeld
  25. Peter Vollmar


Schon im Sommer 1925 wurde eine Gründerversammlung einberufen und weitere Mitglieder hierbei geworben. Am Schluss gaben die ersten 49 Mitglieder dem Verein den Namen "TV Geislar 1925".

Bei der Wahl des ersten Vorstandes wurde das Vertrauen folgenden Männern ausgesprochen:

1. Vorsitzender Wilhelm Hergarten
    Schriftführer Franz Meting
    KassiererPeter Broich
1. Beisitzer Theo Brenner
2. Beisitzer Bertram Bäumchen
   Turnwart Wilhelm Hergarten

In den ersten Jahren des Bestehens trat der Verein nur turnerisch an die Öffentlichkeit. Hierzu verhalf an erster Stelle der Vereinswirt Muders, der dem Sport und der Jugend sehr aufge-schlossen gegenüber stand und seinen Saal zu Übungszwecken den Turnern zur Verfügung stellte.

Doch was ist ein Verein ohne Vereinsfahne? Der Wunsch war groß, aber wer sollte diese bezahlen. Es dauerte noch bis zum April 1928,ehe die erste lang ersehnte Vereinsfahne unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und den befreundeten Vereinen eingeweiht werden konnte.

Da inzwischen auch die Jugend in immer größerer Zahl dem Verein beitrat, war es nur noch eine Frage der Zeit, dass auch hier - mit dem Vormarsch des Handballsports in unserem Gebiet - eine Handballmannschaft aufgestellt wurde. Dies geschah im Jahre 1929. Aber wo sollte man spielen? In Geislar war keine Gelegen-heit vorhanden und nur durch das Entgegenkommen der DJK die einen Sportplatz zwischen Geislar und Meindorf besaß, konnten dort die ersten Spiele ausgetragen werden.

Die, für den Handballsport wohl wichtigste Frage, nach einem Sportplatz, ließ den Verantwortlichen des Vereins keine Ruhe. Doch auch hier wusste der Vereinswirt Muders wieder Rat und Hilfe. Mit noch zwei Geislarer Bürgern stellten sie hinter dem Vereinslokal ihr Ackerland zur Verfügung. Hier begannen nun die Spieler und Mitglieder in ihrer Freizeit, ohne finanzielle Mittel und ohne fremde Hilfe, dieses Ackerland zu einem Sportplatz herzurichten.

Am 12. Juli 1931 wurde der Sportplatz eingeweiht

 

Durch Trainingsfleiß, Kameradschaft, Einsatz- und Siegeswillen, konnte der Erfolg nicht ausbleiben. In den Jahren 1934 und 1936 konnte die Mannschaft bereits die Kreismeisterschaft erringen. Schon nach kurzer Zeit konnte eine 1. Mannschaft und eine Jugendmannschaft aufgestellt werden, die bis zu Beginn des 2.Weltkrieges ebenfalls sehr gute Leistungen auf dem grünen Rasen zeigten. Bis 1942 wurde der Spielbetrieb notdürftig aufrechterhalten. Was in 15jähriger mühseliger Arbeit aufgebaut wurde, war vorerst zu Ende. Nach Beendigung des Krieges hatte der Verein 10 gefallene-, 4 vermisste- und 4 verstorbenen Mitglieder zu beklagen.

Trotz der schweren Schicksalsschläge, die der deutsche Sport und auch der Turnverein infolge des Krieges hinnehmen musste, begannen schon im Oktober 1945 die ersten heimkehrenden Kameraden unter den schwierigen Verhältnissen mit dem Wieder-aufbau des Vereins. Wie bei der Gründung stand der Verein wieder ohne Sportplatz da. Auch hier wurde ein Ausweg gefunden. Zu dieser Zeit hatten die englischen Besatzungssoldaten an der Burg Lede am Ortseingang auf einer Weide einen Sportplatz herge-richtet und spielten dort Fußball. Nach Verhandlungen mit dem Kommandeur der Einheit erhielt man von diesem die Erlaubnis, den Platz für die Spiele zu benutzen. Als die Engländer abzogen, wurde der Platz vom Eigentümer wieder als Weide benutzt. Man stand wieder einmal am Anfang.

 

Erneut war es der alte, verdienstvolle Vereinswirt Muders, der seinen Acker hinter dem Vereinslokal zur Verfügung stellte. Das Gelände wurde wieder als Sportplatz hergerichtet. Sportplatz war in diesem Falle wohl etwas zu viel gesagt, denn als "Mudesacker" wurde er im ganzen Kreisgebiet nicht gerade angenehm bekannt. Aber es blieb ja auch nur eine Notlösung.

Zwischen Geislar und Vilich-Müldorf lag an der Bahn eine ehe-malige Kiesgrube der Bundesbahn. Nach Verhandlungen mit der Bahn wurde dieses "Loch" in Pacht genommen. Aber auch hier musste zuerst wieder alles behelfsmäßig instandgesetzt werden, um den Spielbetrieb aufnehmen zu können.

Einen Vorteil hatte der Platz aber doch. Die Zuschauer konnten rundherum von den "Rängen" die Spielen von oben betrachten. Auch hier hatte der Volksmund in Handballkreisen wieder schnell einen Namen für den Platz zur Hand. Im "Geislarer Loch" wurde mancher Mannschaft das Leben schwer gemacht und viele Siege errungen.

Als Chronist und ehemaliger aktiver Spieler der 1. Mannschaft möchte ich behaupten, dass die Spieljahre im "Geislarer Loch" mit zu den schönsten und spannendsten gehörten, wenn auch die ganz großen Erfolge auf dem neuen Sportplatz erzielt wurden. Wer sich heute noch von den Alten' an diese Zeit erinnert, mit welcher Freude und Idealismus die Spieler, aber auch die Zuschauer, bei der Sache waren, ganz gleich, ob man mit dem Fahrrad nach Troisdorf, Siegburg oder Godesberg fahren musste, dem wird heute noch das Herz vor Freude aufgehen.

Dem Großkampftag gegen den Turnerkreis Nippes (Oberliga) zum Beispiel – man lese und staune - folgten 600 Zuschauer von den Rängen mit Begeisterung.

 

Dann kam der erste denkwürdige Tag für den Verein. Unter großer Beteiligung des Dorfes, wie auch der Handball- und Turnerfreunde aus nah und fern, feierte der Verein 1950 das 25jährige Jubiläum.

8 Tage lang stand Geislar Kopf. Eine Veranstaltung löste die andere täglich ab. Der Verein hatte keine Mühe und Arbeit gescheut, um dieses Fest im Zeichen echten Turnergeistes würdig zu begehen.

Ein großes Handballturnier mit Ausscheidungskämpfen fand die ganze Woche über statt. Samstags war der große Festball im dicht besetzten Saale Muders.

Anschließend begann ein großer Turngeräte-Wettkampf, der die Zuschauer immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss. Natürlich wurde dann noch bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen.

Am morgen fand ein Gottesdienst zu Ehren der Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen des Vereins statt. Im Vereinslokal wurde anschließend eine Ehrentafel mit den Namen der Toten und Vermissten enthüllt.

Die Feier wurde verschönt durch den Männergesangverein Geislar, das Tambourkorps Rheinperle, die Kapelle Bücher sowie die Schüler- und Männer Turnerriege des Vereins, die hierbei zum ersten Male nach dem Kriege wieder an die Öffentlichkeit traten.

Im Anschluss an den großen Festzug nachmittags zum Sport-platz, dort fanden die Endspiele statt, begann abends im über-füllten Saale Muders der Abschlussball mit Siegerehrung.

Den Pokal errang der Polizeisportverein Bonn im Endspiel gegen den VfL Poppeldorf. Der mehrmalige Deutsche Kunstradmeister Edi Grommes aus Bonn erfreute die Anwesenden mit einigen Darbietungen.

Es war ein wohlgelungenes Fest der Freude und alle Mühe, Sorgen und Arbeit der Verantwortlichen in den letzten Wochen und Monaten waren vergessen.

Auch heute gelten die Worte des damaligen Handballobmannes Hanno Schatz:

"Seid nicht kleinlich und schaut auf das, was geschaffen worden ist und helft mit, dass es beim nächsten Male noch besser und schöner wird, zum Wohle und Ansporn für unsere Jugend."

 

Da die Zahl der Mitglieder laufend stieg und mittlerweile 4 aktive Handballmannschaften und 2 Turnerriegen bestanden, begann der damalige Geschäftsführer Josef Schumacher schon einige Wochen nach dem Stiftungsfest, Verhandlungen mit der Gemeinde Beuel, dem Regierungspräsidenten und dem Deutschen Sportbund. Es ging erneut um die Gestaltung eines neuen und größeren Sport-platzes, da beim besten Willen der Spielbetrieb im "Loch" an der Bahn nicht mehr durchgeführt werden konnte. Durch zähe Verhandlungen des Geschäftsführers Josef Schumacher und des Vorsitzenden Jakob Maagh, aber auch durch die immer wieder erscheinenden und aufrüttelnden Berichte in der Presse durch Hanno Schatz, brachten dann Anfang 1951 den ersten Erfolg.

Am Grünen Weg stellte die Gemeinde Beuel dem Verein ein günstiges Gelände zur Verfügung. Von den Spielern und Inaktiven wurde in wochen- und monatelanger Arbeit mit großem Idealismus Abend für Abend gearbeitet, um das Sportgelände herzurichten. Eine große Hilfe erhielt der Verein hierbei durch den Geislarer Landwirt Johann Heinrich Schütz und Jugendwart des Vereins, Paul Krieger, die kostenlos durch Arbeit sowie Gestellung von Pferden und Geräten großen Anteil am Gelingen dieser Arbeit hatten.

Am 14. Oktober 1951 war es dann soweit. Handballer, Turner, die Bevölkerung und viele befreundete Vereine hatten sich zur Einweihung des Platzes eingefunden. Nach der Einsegnung durch Pfarrer Dr.Dr. Molitor wurde mit Handballspielen der 5 Mann-schaften die Einweihung begangen und mit einem großen Festball im Saale Muders- Schumacher und großer Beteiligung der Bevölkerung zum Abschluss gebracht.

 

Jetzt konnte endlich auch ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb stattfinden. Bereits sechs Mannschaften meldete der TV Geislar und stand damit zahlenmäßig an der Spitze des Kreises Bonn.

1957 schlossen die älteren aktiven Spieler sich in einer Alt-herrenmannschaft zusammen, um mit befreundeten Vereinen Freundschaftsspiele auszutragen und um auch an Alterherrenturnieren teilzunehmen.

Inzwischen hatte man mit der ehemaligen Stadt Beuel Verhand-lungen begonnen, um auf dem neuen Sportplatz Dusch- und Umkleidekabinen zu bauen.

Seit 1962 wurde an zwei Tagen im August auf dem Sportplatz ein Großfeld-Handball-Turnier ausgetragen. Ab 1965 wurde das Turnier im Gedenken an Hans Preute (ein mit 23 Jahren viel zu früh verstorbenes, talentiertes Geislarer Handballtalent) als "Hans Preute Turnier" ausgetragen. Aus diesem Turnier entwickelte sich dann die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte "Geislarer Sportwoche".

Aber die Zeit blieb nicht stehen. Der Spielbetrieb ging weiter. Die zurückgestellten Verhandlungen mit der Stadt Beuel bezüglich des Baues von Umkleidekabinen konnten endlich erfolgreich abgeschlossen werden. Mitte 1965 wurde der Startschuss zum Beginn der Arbeiten gegeben. 1966 konnten dann zur großen Freude des Turnvereins die neuen Dusch- und Umkleidekabinen ihrer Bestimmung übergeben werden.

Die Spielstärke unserer A-Jugend wurde über den Handbal-verband Mittelrhein hinaus bekannt, so dass jährlich Einladungen zu hervorragend besetzten Turnier um den, "Steinernen Handball" in Mayen erfolgten. Nach einem 3. bzw. 4. Platz konnte 1963 erstmalig und bisher einmal der Turniersieg und somit der "Steinerne Jugendhandball" mit nach Geislar genommen werden. Väter dieses Erfolges waren der damalige Jugendleiter Klaus Waffenschmidt und der Trainer Peter Kraus.

1970 hielt die Emanzipation Einzug im TV Geislar. Erstmalig konnte eine Damenmannschaft zur Handballmeisterschaft angemeldet werden.

1971 erreichte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Feldhandball-Landesliga. Dieser Erfolg war nicht zuletzt auf die erfolgreiche Arbeit unseres beliebten Trainers Josef Schneider zurückzuführen. Aufgrund von nachlassendem Interesse am Feldhandball wurde nach 1973 auch auf Kreisebene festgelegt, dass in Zukunft kein Feldhandball mehr ausgetragen werden soll, somit war unserem Verein das Feldhandballspiel genommen.

Aber auch die Förderung des Breitensports stand beim Turn-verein Geislar immer vorne an. Zum Beweis hierfür sei nachfolgend die sportliche Palette aufgeführt. 1975 spielten: Drei aktive Seniorenmannschaften, eine Altherrenmannschaft, eine Frauen-mannschaft, eine Mädchenmannschaft und vier Jugendmann-schaften. Außerdem wurden in der am 01.06.1973 neu gegründeten Turnabteilung eine Damengymnastikgruppe für jüngere - und eine Damengymnastikgruppe für ältere Mitglieder betreut.

Durch Ausbildung von Mitgliedern zu Übungsleitern bzw. Übungsleiterinnen war es allwöchentlich möglich, damals 200 Aktive sportlich zu beschäftigen.

Um den Breitensport weiter auszubauen und um auch ausscheidenden aktiven Sportlern weiterhin die Möglichkeit zu erhalten, fit zu bleiben, sind von der Vereinsführung Verhand-lungen mit der Stadt Bonn aufgenommen worden, um geeignetes Gelände zum Bau von drei Tennisplätzen anzupachten. Doch dazu später.

Im Verein wurde immer großer Wert auf das Gesellschaftsleben gelegt. Inaktive und aktive Mitglieder wollen auch gesellschaftlich zusammenkommen. Veranstaltungen, die der Geselligkeit dienten, waren bei allen sehr beliebt (Die Kappensitzungen des TV Geislar, zum Beispiel, werden wohl immer unvergessen bleiben). Das zeigten die immer gut besuchten Veranstaltungen.

Die siebziger Jahre waren dann die großen Jahre der Veränderung. In diese Zeit fallen die Gründungen der Turnabteilung, der Tischtennisabteilung und der Tennisabteilung. Mit dem Handballsport alleine konnte der Verein zwar gut leben, aber die Aktivitäten sollten auf ein breiteres Fundament gestellt werden.

Den Reigen der Abteilungsneugründungen eröffnete am 01. Juni 1973 die Abteilung Turnen. Begonnen wurde mit einer Damen-gymnastikgruppe unter der Leitung von Hedi Nöthen. In 1974 konnte Gerda Behr als Übungsleiterin für das Kinderturnen gewonnen werden. Die Übungsstunden fanden immer in der Sporthalle der Anne Frank Hauptschule in Vilich statt. Später wurde das Angebot dann noch um "Mutter und Kindturnen" und um eine gemischte Senioren-Gymnastikgruppe erweitert.

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1975 bis 1980

1975 hatte der TV-Geislar wieder etwas zu feiern. "50 Jahre TV-Geislar" waren Anlass genug ein Festzelt auf dem Sportplatz aufzustellen. Geladen waren die Mitglieder, befreundete Vereine, die Bevölkerung und natürlich alle "wichtigen Leute". Der Höhepunkt der Feierlichkeiten war sicherlich der Auftritt des damals sehr bekannten deutschen Schlagerduos "Adam & Eve". Aber unvergessen bleiben wird eher die Einlage des auf die Bühne gebetenen Mitglieds Christian Kolf. Als, heute würde man sagen "Publikumskandidat", nahm er für einige erheiternde Minuten das Ruder in die Hand. Die anwesenden Gäste kamen auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Einen würdigen Rahmen erhielt die Veranstaltung durch die Teilnahme der Gründungsmitglieder: Peter Heckelsberg, Mathias Miebach, Mathias Brenner, Willi Hergarten, Peter Vollmar, Georg Hölzer, Christian Heister und Gerhard Bücher.

Ein Jahr später, 1976, wurde in der Jahreshauptversammlung der Gründung einer Tennis- und einer Tischtennisabteilung zuge-stimmt. Damit nahmen die teils Jahre dauernden Diskussionen und Überlegungen ein Ende. Bereits in 1973 wurde über die Anschaffung eines Grundstückes zur Errichtung einer Tennisanlage nach-gedacht, um den älteren Mitgliedern, neben dem Handball, eine weitere Sportart anbieten zu können. Nach einem Antrag der Handballer an den Vorstand des TV Geislar wurde dann durch den damaligen ersten Vorsitzenden Toni Schiefen eine Voranfrage an das Liegenschaftsamt Bonn, zwecks Errichtung von Tennisplätzen in Geislar gestellt.

Wesentlich länger dauerten die Diskussionen und Aktivitäten der Tischtennisfreunde. Mehrere Anläufe waren notwendig, erstmalig in den 60er Jahren. Man versuchte sich als TTC Geislar mehr elitär und zeitweise parallel als TTF Geislar eher als Hobbytruppe. Trainiert wurde in den Säalen der Gaststätten Muders und Schumacher. Alle Beteiligten waren mit großer Begeisterung dem Tischtennis zugetan. Durch fehlenden personellen Unterbau und finanzieller Möglichkeiten hielten diese Tischtennisgemeinschaften nur kurze Zeit. Und nur durch die Entschlossenheit und das große Talent von Christian Marner gelang es dann endlich in der zuvor erwähnten Jahreshauptverammlung 1976 die Zustimmung zu der Gründung einer Tischtennisabteilung, unter dem Dach des TV Geislar, zu erhalten.

Bis zur endgültigen Gründung verging bei der Abteilung Tisch-tennis noch ein Jahr. In der ersten Abteilungsversammlung im Juli 1977 wurde Michael Haubert zum Abteilungsleiter gewählt. Die beiden ersten Tischtennisplatten wurden angeschafft. Und so, wie in der Vergangenheit der Geislarer Gastwirt Muders seinen Saal für den Handball und das Turnen zur Verfügung stellte, so war es jetzt der Gastwirt Mike Scholz, der seine Räumlichkeiten in der "Eintracht" den Tischtennisfreunden überließ. Am Ende des Jahres 1977 zählte die Abteilung bereits vierzig Mitglieder, davon zwölf Jugendliche. Trainiert wurde unter der Leitung von Christian Marner. Die Anmeldung zum Spielbetrieb war in diesem Jahr noch fraglich, da die Räumlichkeiten einer Gaststätte in der Regel unzulässig sind. Als Abteilungsleiter folgten in 1978 Franz Braun, der dann in 1979 von Franz-Josef Müller abgelöst wurde. Die sportlichen Erfolge waren durchaus ansprechend. Viele Siege und Platzierungen auf Turnierebene, aber auch der Aufstieg der ersten Herren in die zweite Kreisklasse 1979/1980, und direkter Durchmarsch in die erste Kreisklasse waren zu vermelden.

Zeit bis zum 17. Februar 1978 ließ sich die Abteilung Tennis mit der Gründung. Franz Ferdinand Bahn wurde an diesem Tag zum ersten Abteilungsleiter gewählt. Die Aufnahme in den Tennisverband Mittelrhein erfolgte dann am 18. April 1978. Am 24. April nahm die Tennisabteilung als fünfzehnter Verein an der ersten Bonner Stadtmeisterschaft teil. Es spielten: Manfred Nöthen, Hermann Pflister, Horst Sopp und Karl-Otto Stock. In der ersten Abteilungsversammlung 1979 wurde die Abteilungsleitung dann auf weitere Schultern verteilt. Gewählt wurden: Abteilungsleiter - Franz Ferdinand Bahn, Sportwart - Ralf Pohlen, Jugendwart - Peter Schulz und Frauenwartin - Christa Draut.

Ein besonderes Datum in der Chronik der Tennisabteilung ist der 08. August 1979. An diesem Tag wurde der Grundstein der Tennisanlage im Beisein von Bürgermeister Hans Steeger und dem 1. Vorsitzenden des TV Geislar, Siegfried Meys, gelegt. Weitere eineinhalb Monate später war die Anlage fertig, sodass im Oktober 1979 der erste Ballwechsel auf der Tennisanlage des TV Geislar stattfinden konnte. Die erste Teilnahme an den Medenspielen im Tennisverband, 1980, endete mit einem zweiten Platz in der dritten Kreisliga, also leider ohne Aufstieg. In dieses Jahr fiel dann auch die Anschaffung eines Clubhauses. Unter der tatkräftigen Mitwirkung von Ferdi Bahn, Rolf Fink, Manfred Nöthen, Ralf Pohlen, Peter Schwanenberg, Otto Stock, Bernd Treyer und Herbert Hupperich konnte im Oktober das Clubhaus errichtet werden.

Während des Aufbaus der Tischtennis-, bzw. der Tennis-abteilung waren die Handballer natürlich nicht untätig. 1977 nahmen vier Senioren- (drei männlich, eine weiblich), eine Mädchen- und vier Jungenmannschaften (A-, B-, C- und D-Jugend) am Spielbetrieb mit großem Erfolg teil. Die erste Herrenmannschaft wurde ungeschlagen Kreismeister und stieg in die Landesliga auf. Zwei Jahre später wurde dann unter Trainer Gerd Domnik 1979 der Aufstieg in die Verbandsliga erreicht. Bei den Jugendlichen konnte die A-Jugendmannschaft die Hallenmeisterschaft 76/77 für sich entscheiden. In 1977 gingen 21 Spieler der B- und A-Jugend auf große Fahrt. Ziel war das internationale Handballturnier in Göteborg/Schweden. Im Vergleich mit insgesamt vierzig Mannschaften konnte unsere Mannschaft dort den dreizehnten Platz erringen. Die Jugendlichen und die Betreuer haben viele schöne Eindrücke von der Fahrt mit nach Hause gebracht.

1980 stand wieder ein Festzelt am Sportplatz in Geislar. Der TV Geislar feierte seinen fünfundfünfzigsten Geburtstag. Zur Unter-haltung der Festgäste wurden die rheinischen Frohnaturen Lotti Krekel und De Höhner aufgeboten.

Doch wäre unser Turnverein nicht der TV Geislar, wenn dies die erste gesellige Veranstaltung fünf Jahre nach dem Jubiläum 1975 gewesen wäre. Bereits in 1976 erwartete unsere Mitglieder eine Bootsfahrt auf dem Rhein. "Mobby Dick" hieß unser damaliges Gefährt. Mit Diesem ging es Rheinaufwärts bis Koblenz und wieder zurück. Unvergessen blieben der Auftritt von Heidi Henning und die Dankesworte der Ehrenmitglieder Hanno Schatz und Fidelis Mundorf. Einige der Mitfahrer und Mitfahrerinnen dürften noch Tage später an einer Hautrötung, bedingt durch starke Sonnenweinwirkung, laboriert haben.

Die Sportwoche hat sich in diesen Jahren zu einer festen Einrichtung im Jahresablauf des Turnvereins etabliert. Der Zuspruch durch befreundete Vereine und Vereinen aus ganz Deutschland und manchmal auch aus den angrenzenden Ländern war sehr groß. 1979 waren es bereits sechszig Mannschaften, die in sieben verschiedenen Turnieren spielten, die betreut werden mussten. Viele Freundschaften konnten so im Laufe der Jahre über die Ortsgrenzen hinweg begründet werden. Mit jedem Jahr wurde die Organisation verbessert.

Im Vorstand des TV Geislar gab es in der Zeit von 1975 bis 1980 einige Veränderungen. In der Jahreshauptversammlung 1978 übernahm Siegfried Meys das Amt des ersten Vorsitzenden von Walter Heinzen. Zwei Jahre später, 1980, übernahm Peter Schmidt dann dieses Amt. Ebenfalls in 1980 löst Mathias Kurth den lang-jährigen Handballobmann Josef Schäfer als Abteilungsleiter ab. Im Dezember 1978 hielt die elektronische Datenverarbeitung Einzug in den TV Geislar. Die Mitgliederverwaltung erfolgt seit dem automatisch.

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1981 bis 1990

Die Abteilungen Tischtennis und Tennis kamen bei den Mitgliedern gut an.

Die notwendigen anstehenden Arbeiten am Clubhaus der Tennisabteilung waren für die Kameradschaft nur förderlich. Nicht weniger förderlich aber waren die regelmäßig stattfindenden Turniere um die Clubmeisterschaften und das Ausspielen der Schleifchenkönigin. Weitere gesellschaftliche Höhepunkte im Laufe eines Jahres der Tennisabteilung waren die jährlich stattfindenden Weihnachts- bzw. Jahresabschlussfeiern und das später eingeführte "Knallessen"

Erwähnenswert sind für den Berichtszeitraum die Feste der besonderen Art. Zum einen 1984 das "Mittsommernachtsfest" und zum anderen in 1985 die "Italienische Nacht".

Höhepunkt im Berichtszeitraum aber war sicher die "Brasilianische Nacht" anlässlich des Jubiläums der Tennisabteilung in 1989. In diesem Jahr blickte die Abteilung auf zehn Jahre Tennis und Spaß in Geislar zurück.

Erster sportlicher Erfolg war 1982 der Aufstieg der Herren in die zweite Kreisliga. Auf Grund einer Neuregelung musste seit diesem Jahr zu den Medenspielen bis in die Eifel gefahren werden. In 1985 konnten die Herren dann in die erste Kreisliga aufsteigen. Sportliche Erfolge stellten sich in 1986 auch für die Damen und die zweiten Herren ein. Beide Mannschaften konnen in diesem Jahr in die zweite Kreisliga aufsteigen. Die sportlichen Erfolge der nächsten Jahre blieben leider aus. Erst in 1990 konnten wieder zwei Erfolge verbucht werden. Die Knaben stiegen in die zweite Bezirksliga und die neu gegründete Jungseniorenmannschaft in die zweite Kreisliga auf.

Der 30. Mai 1983 wurde für Herbert Hupperich ein besonderer Tag. In der, an diesem Tag stattfindenden Abteilungsversammlung wurde er zum Leiter der Tennisabteilung gewählt. Bis zum heutigen Tag steht er in dieser Funktion der Abteilung vor.

Durch den unerwarteten Tod von Platzwart Joest kam es 1982 zu einer Übernahme dieser Aufgabe durch Willi Pohlen.

Im Frühjahr 1988 war Richtfest für den Sanitäranbau der Tennisanlage. Im Rahmen des Schleifchenturniers des gleichen Jahres konnte der neue, vierte Tennisplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Mit dabei waren Bezirksvorsteher Hans Lennarz, 1. Vorsitzender Mathias Bier und 2. Vorsitzender Manfred Nöthen. Die offizielle Inbetriebnahme des Sanitäranbau erfolgte ebenfalls im Rahmen eines Schleifchenturnier in 1989.

Auch die Tischtennisabteilung wuchs und war sehr aktiv. Die Anfänge im Saal der "Eintracht" waren schnell überwunden. Christian Schumacher übernahm 1981 die Aufgabe des Abteilungs-leiters. Und in 1983 konnten, endlich, in der Turnhalle der Anne Frank Schule in Vilich zwei Herrenmannschaften mit dem Spiel-betrieb beginnen. In diesem Jahr war das herausragendste Ereignis der Gewinn des Simon-Cups durch die Herren Christian Marner, Hans Büth und Hans Hoss. Zwei Jahre später konnte die erste Herrenmannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse feiern. 1986 nahmen bereits zehn Mannschaften an den Meisterschaftsrunden teil. Die Herren konnten den Kreispokal und den Pokal Bezirksebene gewinnen. Ebenfalls in 1986 konnten die Herren Andreas Reuber, Ralf Dick und Wolfgang Warncke erneut den Simon-Cup gewinnen. Durch den Zugang von Hobbyspielern wuchs die Abteilung stetig auf über über einhundert Mitglieder an. Zeitweilig spielten zehn Mannschaften, fünf Herren-, zwei Damen- und drei Jugend-mannschaften für den TV Geislar. Auch der Erfolg der Jugendarbeit zeigte erste Früchte. Einen Höhepunkt in 1987 bildete im Juni die Fahrt nach Prag. Die erste Damenriege konnte in diesem Jahr in die Bezirksklasse Bonn-Sieg aufsteigen. 1989 schafften sie dann den Sprung in die Verbandsliga. Erwähnt werden soll, dass Christian Schumacher als zweiter Vorsitzender der TT-Vereinigung Siebengebirge und Franz Braun als Verbandsschiedsrichter auch ausserhalb des TVG viel Einsatz in Sachen Tischttennis betrieben.

Handball wurde natürlich auch weiter gespielt. Die ersten Herren spielten jetzt in der Verbandsliga. Daneben spielten 1980 noch zwei weitere Herrenmannschaften, eine Damenmannschaft, zwei weibliche und vier männliche Jugendmannschaften. 1982 wurde der "Mini-Handball" in das Angebot aufgenommen, und sehr gut angenommen. Mädchen und Jungen ab sechs Jahre spielen in solch einer Mannschaft zusammen. 1983 mussten unsere ersten Herren aus sportlicher Sicht den Abstieg in die Landesliga verkraften. Dieser Umstand wurde dann aber in der darauf folgenden Saison wieder egalisiert. Die Mannschaft konnte wieder aufsteigen. Einen ähnlichen Erfolg konnte unsere erste Damenriege verbuchen. Sie stieg im gleichen Jahr in die Landesliega auf. Der TV Geislar machte in dieser Phase seinem Herkunftsort, "Handballdorf Geislar", alle Ehre. Bis einschließlich 1988 konnte unsere Erste in der Verbandsliga mithalten. Den Abstieg in diesem Jahr (1988) konnte sie bis in unsere Tage nicht wieder rückgängig machen. Im gleichen Jahr errangen sowohl die männliche B-Jugend, als auch die erste Minimannschaft den Titel des Kreismeisters.

Die Sportwoche in 1989 brach mit 106 Mannschaften, die in elf Turnieren spielten, alle bisherigen Rekorde. Ungebrochen war das Interesse der Mannschaften an diesem Turnier. Aber erfreulicher Weise waren es nicht nur die Sportler aus Nah und Fern, die der Sportwoche des TV Geislar so positiv begegneten. Auch die Bevölkerung fand sich stets in großer Anzahl an der Sportstätte ein, um die Aktivitäten zu unterstützen. 1985 wurde zum ersten Mal ein Fußballturnier durch die Abteilung Tischtennis im Rahmen der Sportwoche organsiert. Seit 1981 informiert das seit dem regelmäßig erscheinende Programmheft zur Sportwoche ausführlich über die Aktivitäten aller Abteilungen und über das Programm der jeweiligen Sportwoche. 1990 wurde die Sportwoche dann noch um einen musikalischen Ausklang erweitert.

Eher unauffällig, aber auch sehr effektiv arbeitete die Abteilung Turnen. 1983 zählten nicht weniger als sechs verschiedenen Gruppen zu der Abteilung. Überwiegend übten sich die Damen in der Gymnastik. Aber auch drei Gruppen für vier bis sechsjährige, und Mutter- und Kindturnen wurden angeboten. Im Angebot der Abteilung war auch die Abnahme des Kindersportabzeichens. 1985 wurde eine Jazz-Dance Gruppe ins Leben gerufen. Abwechselnd mit der Pyramidengruppe (hierzu ist in einem seperaten Artikel etwas nachzulesen) traten die Damen bei offiziellen Anlässen für den TV Geislar auf. Ebenfalls wurden die Damen in die Organisation der Sportwoche mit eingebunden. Viele Kuchenspenden und die Mitarbeit an Kinderbelustigungen (z.B. Hüpfburg) und die Bewirtung in der Kuchenbar seien hier erwähnt. Leitung der Turnabteilung wurde 1989 durch Monika Langhals von Gertrud Hartmann übernommen.

Natürlich gab es auch in diesem Berichtszeitraum viel zu feiern. So lud der TV Geislar seine Mitglieder 1984 in die Gaststätte "Zur Siegfähre", zu einem gemütlichen Abend ein. An diesem Abend wechselten manche Socken und wärmende Jacken den Besitzer. 1985 wurde im benachbarten Meindorf in der Mehrzweckhalle das 60jährige Jubiläum gefeiert. Erstmalig war 1990 der TV Geislar auch auf dem Promenadenfest in Beuel vertreten. Die Handball-abteilung übernahm die Führung eines Käse- und Weinstandes. Nicht zu vergessen sind die vielen Saisonabschluss-, Jahres-abschluss- und Weihnachtsfeiern, die sich grosser Beliebtheit erfreuten.

Und dann bekam der Turnverein auch noch Nachwuchs. Jüngster Sproß bis in unsere Zeit ist die Abteilung Freizeit. Am 10.03.1989 wurde sie von fünfzehn Mitgliedern in Leben gerufen. Und am 12.03.1989 fand dann die erste Aktivität in Form einer Wanderung statt. Zum Abteilungsleiter wurde Hermann-Josef Hauer gewählt. Unterstützt wurde - und wird er auch heute noch in seiner Arbeit durch verschiedene Mitglieder der Abteilung, die ihn entweder als Abteilungsleiter vertraten - hier ist als erster Stellvertreter Wilfried Dietz zu erwähnen -, oder die Organisation von Wanderungen übernahmen. Der Zulauf zur Freizeitabteilung war zeitweise so groß, dass ein Aufnahmestopp verhängt werden musste. Manch eine Wanderung fand mit mehr als fünzig Personen statt. Geselligkeit und Harmonie hat in dieser Abteilung oberste Priorität. Und das in fast allen Altersgruppen. Im ersten Jahr nach der Gründung, 1990, konnten bereits sieben Wanderungen verbucht werden. Ganz besonders soll auf eine Kilometerhitliste verwiesen werden. Seit Gründung der Freizeitgruppe wurden von Hermann-Josef Hauer alle gewanderten Kilometer pro Mitglied aufgezeichnet. Der Sinn dieser Aufzeichnungen wird im nächsten Abschnitt erläutert.

Auch der Vorstand blieb von Veränderungen nicht verschont. 1982 wurde Mathias Bier als erster Vorsitzender Nachfolger von Peter Schmidt.

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1991 - 2000

Der Verein wuchs stetig. Die Organisation der einzelnen Abteilungen war eingespielt.

Die neunziger Jahre waren für die Handballer Jahre des Umbruchs. Das Umfeld für den Handballsport veränderte sich stark. Immer weniger Sportler und Sportlerinnen zeigten Interesse an dieser Sportart. Aber nicht nur in unserem Verein. Dieser Umstand führte 1993 zu einem Zusammenschluss der Handballabteilungen des TV Geislar und des TUS Oberkassel zur Handballspiel-gemeinschaft, kurz HSG, Geislar-Oberkassel. Die Leitung der Abteilung Handball des TV Geislar hat seit 1992 Konrad Strotmann übernommen.

Sportlich waren die Damen auf ihrem Höhepunkt. Seit 1990 spielten sie in der Landesliga. Verstärkt durch Spielerinnen aus höherklassigen Vereinen schafften sie in 1994 den Aufstieg in die Oberliga und 1996 in die Regionalliga. Heinz Herbert Mundorf, als Betreuer und Detlef Sommer, als Trainer haben zu diesem Erfolg entscheidend beigetragen. Bis einschließlich 1998 konnten sich die Damen in dieser Spielklasse halten.

Grösster Erfolg der Herren im Berichtszeitraum war der Aufstieg in die Landesliga in 1994. Leider mussten sie im darauf folgenden Jahr den Abstieg hinnehmen.

Die Jugendarbeit der HSG mit viel Engagement getragen von Heinz Kozlowski und Reni Viertel trug im Berichtszeitraum grosse Früchte. Zeitweise war die HSG mit zehn Jugendmannschaften in den Meisterschaften vertreten. Die weibliche B-Jugend wurde 1994 Kreismeister. Die weibliche A-Jugend konnte 1995 in der Oberligarunde den dritten Tabellenplatz erzielen. Im gleichen Jahr schaffte die weibliche B-Jugend, unter ihrem Trainer Hanjo Hack wieder den Kreismeistertitel. Durch einen 13 : 4 Erfolg über den SV Eynatten wurden sie dann auch noch Mittelrheinmeister. Zu bremsen war die Mannschaft erst in der Endrunde der West-deutschen Handballmeisterschaft. Hier musste sich die Mannschaft dem SV Menden geschlagen geben.

 

Doch nicht allen Mannschaften war es vergönnt um Meisterschaftsehren zu spielen. Erwähnt werden soll hier ein einmaliger Zusammschluss von A-Jugendmannschaften, in 1996, zur "GEODOKÖ", zur Spielgemeinschaft der Spielgemeinschaften Geislar-Oberkassel und Dollendorf-Königswinter. Nur so war es möglich, für die A-Jugendlichen beider Vereine eine spielfähige Mannschaft zusammen zu bringen.

Im Jubiläumsjahr 2000 spielten insgesamt drei Herren- zwei Damen-, zwei männliche Jugend-, drei weibliche Jugend-, zwei gemischte E-Jugend- und drei Minimannschaften in den verschiedenen Meisterschaftsrunden.

Die Sportwoche des TV Geislar konnte in 1999 Silberjubiläum feiern. Seit 1991 wurden auch die Ortsvereine Geislars in die Organisation mit eingebunden. In diesem Jahr wurde das Gerümpelturnier eingeführt. Mannschaften aller Ortsvereine spielen im lockeren Rahmen, nach dem olympischen Motto "Dabei sein ist alles" den von Bezirksvorsteher Hans Lennarz gestifteten Pokal aus. Sehr zu Freude aller Teilnehmer bekommen aber alle Mannschaften einen Preis. Erwähnenswert ist die Sportwoche 1995. Im Rahmen dieser Sportwoche startete eine Heißluftballon zur "großen" Fahrt. Im Korb standen unser Vereinswirt Willi Küpper und vier Mitglieder der Freizeitabteilung. Willi Küpper hatte die Ballonfahrt von der Freizeitabteilung zu seinem 60. Geburtstag geschenkt bekommen, und sich einen Start im Rahmen der Sportwoche gewünscht.

Den Höhepunkt der Mannschaftsmeldungen und der ausgespielten Turniere hat die Sportwoche wohl schon überschritten. So macht sich auch hier das allgemein zurückgehende Interesse am Mannschaftssport, am Vereinsleben und an ehrenamtlicher Mitarbeit bemerkbar. Trotz dieser Umstände nahmen immerhin fünfundachtzig Mannschaften an fünf Turnieren teil.

Der Ausbau der Tennisanlage in Geislar war mit der Errichtung der Sanitäranlagen in 1989 noch nicht beendet. 1992 erwarb die Tennisabteilung die Grillhütte des Bürgervereins. Diese wurde durch Mitglieder der Tennisabteilung schon fast liebevoll aufgearbeitet, und wird seit Herbst 1992 regelmäßig genutzt. Den Damen der Tennisabteilung wurde in 1996 ein lang ersehnter Wunsch erfüllt. In das Clubhaus wurde eine Küche eingebaut.

Nun wurde in der Tennisabteilung nicht nur gebaut, sondern auch Tennis gespielt. So schafften 1992 die Jungsenioren den Aufstieg in die erste Kreisliga. Ebenfalls Aufstiege vermeldeten 1993 die Senioren in die erste Bezirksliga und die neu gemeldeten Senioren in die zweite Bezirkliga. 1995 konnten die Mädchen in die zweite Bezirksliga aufsteigen. 1996 wurde mit großer Beteiligung, unter Leitung von Brigitte und Werner Schumann und den Jugendtrainern eine Tennisintensivwoche durchgeführt.

Neben den Meisterschaftsspielen sorgten auch die internen Tennisverstaltungen für Spass an diesem Sport. Zu nennen sind hier die Clubmeisterschaft, das Vatertagsturnier und das Schleifchenturnier, dass alljährlich an Pfingsten ausgetragen wird. Bei der Clubmeisterschaft steht der sportliche Erfolg im Vorder-grund. Geht es doch um die Rangfolge im Verein. Vatertagsturnier und Schleifchenturnier stehen dem gegenüber ganz im Zeichen von Spass und Geselligkeit.

Und die kam im Berichtszeitraum auch nicht zu kurz. Neben den jährlichen Knallessen und Jahresabschlussfeiern gab es in 1997 eine spanische Nacht und in 1999 einen Jazzfrühschoppen anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Tennisabteilung. Beides Veranstaltungen, die auf der jeweils festlich hergerichteten Tennisanlage, unter großer Anteilnahme der Mitglieder des TV Geislar stattfanden.

Erfreulich entwickelte sich auch die Tischtennisabteilung. Viele Turniersiege und Meisterschaften konnten errungen werden. Sportliche Höhepunkte sind die Zuhörigkeit der Damenmanschaft (Monika Heckelsberg, Petra Heckelsberg, Sylvia Winand, Hildtrude Knedel und Anja Rielinger) zur Verbandsliga 1992/1993 und der Aufstieg der ersten Herrenmannschaft (Marek Gruzeski, Ralf Dick, Dirk Enderlin, Falk Zimmermann, Wolfgang Warncke und Ralf Werner) in die Landesliga 1998/1999.

Jugendfahrten nach Prag 1992, 1994 und 1996 und die seit vielen Jahren gepflegte Freundschaft mit "Einheit Potsdam" sollen hier stellvertretend für die weiteren Aktivitäten der Tischtennisabteilung genannt werden.

Hervorzuheben bei den jährlichen Veranstaltungen der Tischtennisabteilung ist sicher auch die Mitwirkung auf der Sportwoche des TV Geislar. Bis in unsere Zeit hinein ist die Ausrichtung des Kleinfeldfußballturniers Aufgabe der Abteilung Tischtennis

Großen Zulauf hatte die Turnabteilung des TV Geislar speziell am Donnerstag in der ersten von zwei Übungsstunden. In dieser Stunde wurde Gymnastik exklusiv nur für Damen angeboten. Der Zuspruch war teilweise so groß, dass neue interessierte Damen auf die zweite Donnerstag-Abend-Stunde verwiesen werden mussten. Beide Stunden werden seit vielen Jahren von Brigitte Vossel geleitet. Doch nicht nur die Senioren wurden turnerisch betreut. Auch Mutter und Kind Turnen erfreute und erfreut sich großer Beliebtheit. Besonders vor Weihnachten muss es vor allem den Kindern große Freude gemacht haben, zum Turnen zu kommen. Der Nikolaus liess es sich nicht nehmen mit kleinen Präsenten vorbeizuschauen. Die Leitung des Kinderturnens obliegt Frau Stommel.

Seit 1998 ist das Angebot der Turnabteilung um "Sport mit Älteren", geleitet von Brigitte Conrad erweitert worden. Auch dieses Angebot ist gut angekommen.

Die Abteilung wurde bis 1993 von Monika Langhals geleitet. Sabine Hoppe übernahm dann bis 1995 die Geschicke der Abteilung. Sie wurde von Marita Delpho abgelöst, die bis heute die Leitung der Turnabteilung inne hat.

Der größte Teil der Geschichte der Freizeitabteilung fällt in den akutellen Berichtszeitraum. Die Aktivitäten der Abteilung sind überwiegend Wandern und gesellige Veranstaltungen. Schnell wurde bekannt, dass es sich bei dieser Abteilung um eine fröhliche Truppe handelt. Der Zulauf war entsprechend.

Seit ihrem Bestehen haben es die Mitglieder auf über 100 Wanderungen gebracht. Gewandert wurde und wird meistens in der näheren Umgebung. Überwiegend werden die Wanderungen an einem Tag durchgeführt. Aber auch viele Mehrtagestouren konnten durchgeführt werden. Stellvertretend sollen hier einige Touren genannt werden:

Höhepunkt des Jahres 1994 war die Wandertour der Freizeitabteilung in die Berge der Dolomiten, nach Tiers vom 24. September bis 1. Oktober. Unter Leitung von Hermann-Josef Hauer und Wilfried Dietz, unternahmen die Mitglieder viele schöne Touren durch die Bergwelt Südtirols. An "Sierra Madre" erinnern sich die Wanderer heute noch gerne.

Einen weiteren Höhepunkt seit Bestehen der Freizeitabteilung erlebten die Mitglieder der Abteilung 1997:

Eine Wanderwoche auf Mallorca im März diesen Jahres. Begleitet von traumhaften Umständen (Wetter, Hotel, Teilnehmer etc.) erlebten die Teilnehmer dieser Fahrt acht Tage lang, vom 14. März bis zum 22. März, Mallorca von seiner schönsten Seite.

1998 wanderten 43 Mitglieder drei Tage lang auf dem Lieserpfad bei Manderscheid in der Eifel. Üblich war und ist es, dass nach jeder Wanderung ein Abschluss stattfindet.

Aus sportlicher Sicht kommt an dieser Stelle die weiter oben erwähnte Aufzeichnung der gewanderten Kilometer ins Spiel. So konnte Hermann Josef Hauer bereits 1994 vermelden das alle Wanderer bereits insgesamt 18784 Kilometer zurückgelegt hatten. Zwischenzeitlich hat sich die Zahl der Kilometer auf eine Stecke summiert, die mehr als eine Erdumrundung darstellt. Viel wichtiger aber ist die Summierung aller Kilometer für jeden einzelnen Wanderer. Für jeweils 1000 Kilometer auf eigenen Füßen erhielten:

Gisela Braschohs, Peter Braschohs, Wilfried Dietz, Hella Siegmund, Peter Siegmund, Gerd Jankowski, Anni Firmenich, Karl Heinz Firmenich, Hedwig Müller, Wolfgang Müller, Monika Ludewig, Josef Schäfer, Gertrud Hoß, Albert Klaes, Irmgard Hupfer, Paul Kefferpütz, Rosi Maximowitz, Maria Kubick und Peter Efferoth Orden und Urkunde.

Für 1500 Kilometer wurden Rita Klaes und Max Kubick ausgezeichnet. Die Auszeichnungen für 2000 Kilometer konnten Uschi Hauer und Hermann Josef Hauer entgegennehmen.

Geselligkeit ist ein Wort, dass im Bericht über die Freizeitabteilung schon oft gefallen ist. Einmal im Jahr gibt es dann auch in dieser Abteilung eine Weihnachtsfeier und seit 1995 alternativ ein Oktoberfest.

Es bleibt festzuhalten, dass in allen Abteilungen des Turnvereins aktiv Vereinsleben stattfand. Aber auch in der Vereinsführung waren Aktivitäten zu vermelden. Seit 1992 steht der Verein unter der Leitung von Manfred Nöthen als ersten Vorsitzenden. 1995 hatte der TV Geislar wieder einen runden Geburtstag. Er wurde 70 Jahre alt. In der Mühlenbachhalle in Vilich Müldorf führte Reiner Löffel durch das Programm mit Hegis Comedy Magic, Manfred Nöthen, der Birkesdörpe Buure Bänd, den Drei Colonias und der brasilianischen Samba Gruppe Fiesta Brasil.

Schwerpunkt der vergangenen Jahre war das Engagement für eine Sporthalle in Geislar. Viele Gespräche mit Schule, Politikern und Verwaltungsbeamten waren letztendlich von Erfolg gekrönt. In 2000 wurde mit dem Bau der Schulsporthalle für die Adelheidis-schule Vilich begonnen. Unter Federführung des TV Geislar konnte mit der Stadt Bonn ausgehandelt werden, dass an diese Sporthalle ein Vereinsraum angebaut wird, der den Mitgliedern der Geislarer Ortsvereine zur Nutzung zur Verfügung steht.

Zum Abschluss dieser Chronik sei erwähnt, dass der TV Geislar auch in Zukunft seine Aufgaben im Bereich des Breiten- und Mannschaftssports, der Förderung des Vereinslebens und in der Gemeinschaft sieht. Dabei sind sicherlich auch Trends zu berücksichtigen und neue Wege einzuschlagen.

Allen, die bis heute an der Gestaltung des TV Geislar mitgewirkt haben sei an dieser Stelle gedankt. Mögen sich in Zukunft noch viele hilfsbereite Menschen zur Mitarbeit finden, damit auch weiterhin die Betreung der Mitglieder zum Wohle der ganzen Ortsgemeinschaft Geislars fortgeführt werden kann.

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