TV Geislar 1925 e.V.


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Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste!

Im Namen des Vorstandes des TV Geislar heiße ich Sie zum Festkommers aus Anlass der 75-Jahrfeier recht herzlich willkommen. Wir haben bewusst als Ort für diese Feierlichkeiten unser Vereinslokal "Hubertusklause", bei Agnes und Willi Küpper, gewählt. Ist doch die Geschichte und die Entwicklung des Vereines in den letzten 30 Jahren eng mit dieser Gaststätte verbunden. Ganz besonders begrüße ich den Vorsitzenden des Sportauschusses der Stadt Bonn Herrn Stadtverordneten Helmut Joisten, Frau Ruth Hieronymi, Mitglied des Europaparlamentes in Straßburg, den Stadtverordneten der CDU Hans-Joachim Deus, den Sprecher derr SPD Fraktion in der Bezirksvertretung Beuel, Herrn Hans- Georg Masuhr, das Mitglied der Bezirksvertretung und ehemaligen Bezirksvorsteher von Beuel Herrn Hans Lennarz, den ehemaligen Bezirksvorsteher von Beuel Herrn Konrad Löhlein, den Vorsitzenden des CDU-Bezirkverbandes Beuel, Herrn Dr. Albert Hieronymi.

Von der Geistlichkeit begrüße ich Pastor Carlklemes Brabeck von der Katholischen Kirchengemeinde St Josef Geislar und Herrn Pfarrer Walter Winheller von der evangelischen Kirchengemeinde Beuel-Nord.

Ein herzliches Willkommen der Rektorin der Adelheidisgrundschule Vilich, Frau Heidemarie Heß-Becker.

Von der Verwaltung der Stadt Bonn heiße ich willkommen Herrn Claus- Werner Müller, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel, und den amtierenden Leiter des Sport- und Bäderamtes Herrn Peter Mähler.

Als Vertreter der Sportverbände begrüße ich Frau Hannelore Kendziora als Vorsitzende des Stadtsportbundes Bonn. Vom HV Mittelrhein den Präsidenten Herrn Frank Gebhardt und den stellvertretenden Vorsitzenden des Handballkreises Bonn, Herrn Rainer Themann, Vom Tischtennisbezirk Bonn / Sieg heiße ich den Vorsitzenden, Herrn Hans-Werner Bettinger und den Vorsitzenden des Tischtenniskreises Bonn Herrn Detlev Hintzen auf das herzlichste willkommen.

Stellvertrend für die anwesenden befreundeten Handballvereine aus den Kreis Bonn begrüße ich Horst Derenbach vom TUS Oberkassel und Klaus Schneider als Vorsitzender der HSG Geislar/Oberkassel.

Es freut mich ganz besonders, die Vorsitzenden und Vertreter aller Geislarer Ortsvereine und der kirchlichen Organisationen, mit denen wir in den letzten Jahren doch gemeinsam einiges für den Ort erreicht haben, begrüßen zu können.

Ein herzliches willkommem an die Verteter der Volksbank Bonn/rheinsieg, der Sparkasse Bonn und die zahlreichen Firmenvertreter des hiesigen Handwerkes und der Industrie, die immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöten des TV Geislar haben.

Auch begrüße ich unsere anwesenden Ehrenmitglieder Frau Magarete Lux, Frau Usula Schäfer, die Herren Karl-Heinz Fimenich, Fidelis Mundorf, Josef Schäfer, Hanno Schatz, Klaus Waffenschmidt und Willi Winterscheid sowie die ehemaligen Vorsitzenden des TV Geislar Walter Heinzen, Siegfried Meys, Peter Schmidt und Mathias Bier.

Herzlich willkommem die anwesenden Verteter der Presse.

Es freut mich ganz besonders die Damen und Herren des Musikvereines Beuel mit ihrem Dirigenten Franz Linden und ihrem 1.Vorsitzenden Heinz- Peter Braschohs begrüßen zu können. Da Herr Braschohs langjähriges aktives Mitglied im TV Geislar ist und die Proben des Musikvereines regelmäßig hier in diesem Saale stattfinden, lag es für uns nahe , die Musiker des Musikvereines zu fragen, ob sie nicht bereit wären, mit ihren Darbietungen den heutigen Vormittag zu verschönern. Vielen dank für die spontane Zusage und ihr Erscheinen. Aus Platzgründen spielt der Musikverein jedoch nur in kleiner Besetzung, bei komplettem Orchester hätten wir alle auf der Straße Platz nehmen müssen.

Wie ja mittlerweile jedem bekannt, feiert der TV Geislar in diesem Jahr sein 75jähriges bestehen. In den 75 Jahren Vereinsgeschichte lag Freud und Leid immer dicht beieinander. Wir sollten bei allen Feierlichkeiten aber nicht die verstorbenen Vereinsmitglieder vergessen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie, sich zu Ehren der Verstorbenen den Plätzen zuerheben.

Stellvertretend für die Verstorbenen erinnere ich an Christian Schumacher, der am 07.November diesen Jahres im Alter von 62 Jahren verstarb. Christian war seit 54 Jahren Mitglied des TV Geislar. Seine erste Gehversuche im Sport unternahm er bei den Turnern um anschließend zum Handball überzuwechseln. 1981 übernahm er die Leitung der Tisch- tennisabteilung und führte diese bis zu seinem Tode mit großem Engagement. Chris, wie er von allen genannt wurde, war ein lebensfroher Mensch der aber auch seine Eigenheiten hatte. Aber all sein Tuen und Wirken galt dem Wohl der im anvertrauten Tischtennisabteilung und dem TV Geislar. Die Geschichte des TVG und der Tischtennisabteilung wird immer mit dem Namen Christian Schumacher verbunden bleiben. Wir werden in sehr vermissen.

Sie haben sich zu Ehren der verstorbenen Vereinsmitglieder erhoben, ich danke Ihnen.

Ein Blick in die erschiene Chronik des TV ‘Geislar zeigt ein Bild von der Einsatzbereitschaft seiner Mitglieder, die während eines dreiviertel Jahrhunderts den Sportsgeist und das Vereinsleben erhalten haben und Geislar als Handball- und Sportdorf über den Bonner Raum hinaus bekannt gemacht haben. Im Sommer 1925 gründeteten 49 Männer aus Geislar in der Gaststätte Muders, ganz im Sinne von Turnvater Jahn, den Turnverein Geislar. Geturnt wurde im Saal der Gaststätte Muders. Da schon bald beachtliche Erfolge erzielt werden konnten, war die Turnriege in Geräte-Vergleichskämpfen schnell in der näheren Umgebung bekannt. Da inzwischen immer mehr Jugendliche dem Verein beitraten, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Wunsch verwirklicht wurde, eine Handballmannschaft aufzustellen. Die Geschichte des Geislarer Handballes begann im Jahr 1929. Die Erfolge der Geislarer Handballer liessen nicht lange auf sich warten. 1934 und 1936 wurden die ersten Kreismeistertitel errungen. Unterbrochen wurde der weitere Aufstieg des TV Geislar durch den Krieg. Aber sofort nach Kriegsende wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Viele Erfolge wurden auf Kreis- und Bezirksebene errungen. War Anfang der siebziger Jahre auch die Ära des Feldhandball beendet, kann man sagen, dass die Handballer den Wechsel zum Hallenhandball gut verkraftet haben, was die weiteren Erfolge bis in die neunziger Jahre belegen. Die I.Herrenmannschaft wurde in der Saison 76/77 ohne Punktverlust Kreismeister und stieg in die Landesliga auf. Im Folgejahr schaffte man den Aufstieg in die Verbandsliga in der man bis 1988 spielte. Die 1971 ins Leben gerufene Damenmannschaft des TV Geislar stieg 1984 in die Landesliga auf. Ein Rückgang am Interesse des Handballsports ging auch am TV Geislar nicht spurlos vorrüber. Dies führte 1993 zur Gründung einer Handballspielgemeinschaft mit den Handballern des TUS Oberkassel. Die I. Herrenmannschaft der HSG wurde 1994 auf anhieb Kreismeister und stieg in die Landesliga auf, leider jedoch nur für ein Jahr. Die 1.Damenmannschaft stieg 1994 in die Oberliga auf und schaffte 1996 den Aufstieg in die Regionalliga. Diese Klasse konnte man bis 1998 halten. Parallel hierzu wurde die weibl B-Jugend 1995 Mittelrheinmeister und unterlag erst in zwei spannenden Endspielen um die Westdeutsche Meisterschaft. Die gleiche Mannschaft wurde zwei Jahre später, dann bei der Weibl. A-Jugend, wiederum Mittelrheinmeister.

Wenn die größten Erfolge des TV Geislar in den Köpfen der Sportbegeisterten im wesentlichen mit dem Handball verbunden sind, so dass regional wie überregional gerne der Begriff "Handballdorf Geislar" verwendet wird , darf man nicht vergessen, dass der Turnverein sportlich noch mehr zu bieten hat.

Im Juni 1973 wurde die Turnabteilung gegründet, die seit dem mit ihrem Angebot einen großen Zuspruch bei jung und alt findet. Einige Übungsstunden waren in der Vergangenheit so gut besucht, dass ein Aufnahemestopp bestand. Durch die Fertigstellung der neuen Schulturnhalle an der Liestraße konnte der komplette Übungsbetrieb der Turnabteilung aus der Turnhalle Vilich nach Geislar verlegt werden. Der Aufnahemestopp wurde aufgehoben und durch zusätzliche Übungstunden dass Angebot erweitert. So werden neben dem bewährten Programm im Bereich Gymnastik und Kinderturnen nun noch zusätzliche Übungsstunden in Aerobic, Hip- Hop für Jugendliche und Sport für Ältere angeboten.

Im Januar 1977 erfolgte die Gründung der Tischtennisabteilung. Trainiert wurde anfänglich in Ermangelung geeigneter Übungsstätten in der Gaststätte "Zur Eintracht". Später wechselte man in die Turnhalle Vilich und hat nun seit diesem Herbst ebenfalls eine neue Spielstätte in der Turnhalle an der Liestraße in Geislar. Durch den Umzug in die neue Turnhalle kann ein erweitertes Training, insbesonders für Jugendliche und Kinder, angeboten werden. Die sportlichen Erfolge der Tischtennisabteilung stehen heute kaum hinter den Erfolgen der Handballer zurück. Spielen bzw. spielten doch die Geislarer Damen und Herren seit einigen Jahren in der Bezirksliga. Die Herren schafften vor zwei Jahren den Aufstieg in die Landesliga in der man heute noch erfolgreich mitspielt. Darüberhinaus konnte bereits zweimal der begehrte Simon-Cup gewonnen werden und im Verbund der Tischtennisvereinigung Siebengebirge spielen die Geislarer eine wichtige Rolle.

Am 20.08.1979 nahm der damalige Bürgermeister Hans Steger den offiziellen ersten Spatenstich zum Bau der Tennisanlage vor. und die neu gegründete Tennisabteilung konnte bereits im Oktober 1979 den Spielbetrieb aufnehmen. Man darf wohl zurecht behaupten, dass die Tennisanlage mit ihren vier Plätzen und dem Clubheim neben dem Sportplatz, unmittelbar am Rande Landschaftschutzgebietes, zu den schönsten Anlagen im Bonner Raum gehört und allen Mitgliedern einen herrlichen Ort für Sport und Entspannung bietet. Verschiedene Damen-, Herren- und Jugendmanschaften nehmen seit Bestehen der Tennisabteilung mit unterschiedlichem Erfolg an den Medenspielen des Tennisverbandes Mittelrhein teil.

Unter dem Begriff Freizeitabteilung wurde 1989 das jüngste Kind des TV Geislar geboren. Die Wanderabteilung erfreut sich bei allen Altersgruppen großer Beliebtheit und steht mit ihrem Angebot großen regionalen und überregionallen Wanderorganistionen in nichts nach. So wurden bereits über fünfzig Wanderungen hervorragend organisiert und mit großer Beteiligung durchgeführt. Darunter waren mehrtägige Wanderungen wie z.B.in die Eifel, den Schwarzwald, in die Dolomiten und in die herrliche Landschaft Mallorcas.

Nicht vergessen werden darf, dass ein Sportverein in einem Ort mit immer noch dörflichem Charakter, wie man es in Geislar nun mal vorfindet , auch eine gesellschaftliche Bedeutung hat. So hat die Geislarer Sportwoche, die in diesem Jahr bereits zum 26. mal stattfand, nicht nur einen sportlichen Hintergrund. Endstanden aus einem Treffen befreundeter Handballvereine entwickelte sich eine 10tägige Veranstaltung mit Wettkämpfen in den verschiedensten Sportarten. Neben den Geislarern Bürger , die selbstverständlich ihre Sportwoche rege besuchen, finden sich dort mittlerweile immer mehr Bürger aus nah und fern ein, um nach dem sportlichen Erlebnis an der großen OPEN-AIR-PARTY oder dem DISCO- Abend teilzunehmen oder sich einfach nur mit Freunden oder Nachbarn zu treffen.

In einer beispielhaften Aktion ist es durch den vorhandenen Gemeinschaftsinn in Geislar gelungen, gemeinsam mit allen Ortsvereinen und der Schulleitung der Adelheidisgrundschule Vilich, den Bau einer Schulturnhalle mit integriertem Vereinsheim in Geislar zu erwirken. Nicht umsonst sprach die Schirmherrin des Jubiläumsjahres, Frau Oberbürgerneisterin Bärbel Dieckmann, anläßlich des ersten Spatenstichs, wegen der einmaligen Finanzierungsform bei der TVG in Vertetung der Ortsvereine der Vertragspartner der Stadt Bonn ist, von einem städtischen Pilotprojekt. Das Vereinsheim zwischenzeitlich gemeinsam mit allen Vereinen aus Geislar fertigestellt und wird bereits rege von allen Beteiligten genutzt. Dass die Eröffnung der neuen Schulturnhalle im Jahr des 75sten Bestehens des TV Geislar erfolgte, erfüllt uns mit besonderem Stolz. Wie vorhin erwähnt, haben hier die Turn- und Tischtennisabteilung und die jüngsten Handballer vor Ort eine neue , moderne Spielstätte für Training und Wettkampf bekommen. Die Feuertaufe als Festhalle hat die neue Halle, wie viele hier im Saale persönlich mit bekommen haben, bereits mit unserer Festveranstaltung am 28.10.2000 bestanden.

Dies sollte ein kurzer Abriss über 75 Jahre TV Geislar sein. Ich hoffe ich habe Sie nicht zu sehr gelangweilt. Der TV Geislar hat derzeit ca. 700 Mitglieder in fünf Abteilungen. In der heutigen Zeit konkurieren die Sportvereine mit den zahlreichen Fitness Studios, dem großen Freizeitangebot für Jugendliche und Erwachsene und dem High-Tech des Computer- und Internetzeitalters. Der Slogan "im Verein ist Sport am schönsten" wird von vielen müde belächelt. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass man als Verein für alle Altersgruppen mit einem ausgewogenen Angebot, zwischen Breitensport und finanzierbarem und machbarem Leistungssport, seinen Platz in der heutigen Gesellschaft findet. Die Bestrebungen des TV Geislar seine sportliche Palette weiter auszubauen wird sich immer am Bedarf und an der Nachfrage orientieren. Es gilt nicht das Motto “soviel wie möglich, sondern so viel wie nötig“. Voraussetzung hierfür ist die konstruktive Mitarbeit aller Vereinsmitglieder. Die bisherige positive Entwicklung des TV Geislar war nur möglich, weil sich immer wieder Frauen und Männer bereit erklärt haben, sich in ihrer Freizeit und darüberhinaus für den Verein zu engagieren. Über die normale Vereinsarbeit hinaus wurde zum Beispiel von den Mitgliedern im Laufe der Vereinsgeschichte insgesamt viermal ein Sportplatz hergerichtet, zu letzt der noch heute im Betrieb befindliche Platz an der Liestraße. Es waren Frauen und Männer bereit, den Neubau einer Tennisanlage in Angriff zunehmen, fertigzustellen. Gleiches gilt zum Neubau des eben erwähnten Vereinsheimes. Sie sehen es gab und gibt im TV Geislar noch viele ehrenamtlichen Helfer die mitarbeiten, die wir aber auch benötigen um die vielen Aufgaben im Verein zu bewältigen. Ihnen allen, ob sie nun als Übungsleiter, Betreuer, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Vorstandsmitglied oder Helfer bei den zahlreichen Veranstaltungen des TV Geislar mitarbeiten gilt heute unser aller Dank. Dank auch an die hiesigen Handwerksbetriebe, die ortsansässige Industrie, die Banken und Sparkassen und die vielen großen und kleinen Spender die immer den Verein durch Anzeigen, Sach- oder Geldspenden unterstützten und hoffentlich dies auch noch zukünftig weiterführen werden.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass viele Vereinsmitglieder dem leicht abgewandelten Ausspruch des ermordeten amerikanischen Präsidenten Kennedey folgen, der da lautet: "Frage Dich nicht was kann der Verein für mich tun, sondern frage Dich, was kann ich für den Verein tun".

In diesem Sinne wünsche ich dem TV Geislar für die Zukunft viel Erfolg.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Mathias Kurth

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